Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland.

Aus öffentlichen Mitteln geförderter Tanz muss journalistisch gesehen, kritisch begleitet und kontextualisiert werden. Nur so findet der Qualitätsabgleich der Kunst der Choreografie als auch der Arbeit der öffentlichen Geldgeber und Leiter*innen öffentlicher Plattformen für Tanzaufführungen statt. Langfristig spiegelt und kreiert Tanzjournalismus künstlerische Identitätsentwicklung mit und verankert darüberhinaus die ephemere Kunst des Bühnentanzes im öffentlichen kulturellen Gedächtnis – kurzum: Ohne Tanzjournalismus bleibt vielschichtiges Tanzgeschehen als kulturelle Leistung Einzelner und Vieler unübersehbar und unsichtbar.

Wer schreibt wo über Tanz?

Doch wer schreibt und wo? Über und für Tanz zu schreiben ist fachlich herausfordernd. Es gilt, Choreografie und Tanz als Form des Choreograf*innen, Tänzer*innen und Aufführungen folgenden Denkens zu praktizieren und zielgruppengerecht für verschiedene Medien aufzubereiten. Doch die Spezies der Tanzjournalisten gilt mittlerweile als aussterbend, entweder ganz tot oder angewandert an die Unis und Theater. Auch wurde der Platz in den Tageszeitungen über Jahrzehnte für Tanz weniger. Wichtige Foren bilden Online-Portale wie Tanznetz.de oder dance for you magazine.com wichtige. Das Tanzportal für Bayern accesstodance.de ist ein herausragendes Modell für die kritische und vielstimmige Sichtbarmachung von Tanz in Bayern. Baden-Württemberg mit seinen sich derzeit wandelnden und anreichernden Tanzszenene in Heidelberg, Mannheim, Freiburg, Ulm, Pforzheim oder Stuttgart bräuchte dringend ein solches Tanzportal.

Konzeption eines neuen Portals für Tanzjournalismus

Konkret entwerfe ich, wie ein solches „Tanzschreiber BW“-Portal grafisch, organisatorisch, finanziell und journalistisch aussehen und realisiert werden könnte. Parallel entwickele ich ein Rekrutierungs- und Fortbildungskonzept, wie junge Tanzschreiber in den einzelnen baden-württembergischen Städten gezielt gewonnen und herangezogen werden könnten, so dass es 2022 umgesetzt werden könnte. Bei einem Arbeitstag pro Woche umfasst diese Arbeitsphase neun Monate. Warum ich? – Weil ich seit 28 Jahren bis heute über Tanz aus der ganzen Welt geschrieben habe und schreibe  – für die Rheinpfalz, die Stuttgarter Zeitung, den Südkurier, die Mittelbayerische Zeitung, die Landshuter Zeitung, die Deutsche Bühne, Tanznetz, Dance for You Magazine, Accesstodance, die Schwäbische Zeitung; seit 2013 sind die meisten meiner Texte unter meiner Webpage tanz-denken.de/kommunikation hinterlegt.

WICHTIG: Wer sich mit mir austauschen möchte, Wünsche formulieren möchte für ein solches Portal und Anregungen loswerden möchte zur Stärkung des Tanzes, der wende sich bitte sofort und unerschrocken an mich per Mail: buerokarabelas@gmail.com. Ich melde mich umgehend!

Foto: Sebastian Seibel